Diese Frage, wie man Produkttester wird, beschäftigt mich schon seit geraumer Zeit. Nicht erst seit ein paar Monaten, nein, schon früher, als ich noch eine Nachbarin hatte, die regelmäßig von der Zahnpasta bis zum Abflussreiniger alle möglichen Produkte zugesandt bekam, um diese auf Gebrauchsfähigkeit zu testen. Damals übrigens noch zu Zeiten, als Internet noch nicht für den Normalbürger zur Verfügung stand.
Irgendwann bin ich dann mal darauf gekommen, mich auf eine Kleinanzeige zu bewerben, wo ein Marktforschungsinstitut Teilnehmer suchte, um diese in regelmäßigen Abständen zu befragen. Ich bewarb mich, ließ ein Interview über meine persönlichen Daten, Vorlieben, Abneigungen und Lebensgewohnheiten über mich ergehen und wurde fortan regelmäßig, d. h. maximal zweimal im Jahr zu einem Interview oder einer Gruppendiskussion eingeladen. Dafür gab es dann eine kleine Aufwandsentschädigung und einen kleinen Snack, aber kein Produkt zum testen.
Später durchforschte ich das Internet, um an entsprechende Quellen zu kommen. Ich konnte ein paar seriöse Marktforschungsinstitute ausfindig machen, die mich regelmäßig zu Befragungen einluden, welche wiederum mit ein paar Punkten honoriert wurden. Wenn man genügend Punkte hatte, konnte man diese in einen Gutschein oder ein Geschenk eintauschen. Produkte zum testen gab es hin und wieder, zum Beispiel eine Flasche Shampoo, die aber anonymisiert versandt wurde. Ich konnte also nicht erkennen, welche Firma oder welche Marke dahinter steckte, damit ich das Produkt möglichst ohne Vorbehalte testen und beurteilen konnte. Aber, außer Deos, Shampoos, Bodylotions oder Waschmittel war auch hier nicht viel zu testen. Auch musste ich viel zu lange warten, bis man mal meine Dienste beanspruchte und bis ich endlich mal eine kleine Summe zusammen gepunktet hatte.
Also recherchierte ich weiter. Nach und nach kamen immer mehr testende Hausfrauenblogs an die Oberfläche, nicht nur in den USA wird vom Verbraucher getestet, was das Zeug hält, sondern mittlerweile auch in Deutschland. Manche Agenturen versuchen es dann auf die einfache Tour, nennen ihre Aktion "Deutschland testet" und lassen die vermeintlichen Tester mittels Coupons die Produkte zum ermäßigten Preis einkaufen. Aber genau so möchte ich das nicht. Wenn ich etwas teste, darüber schreibe, mir Gedanken mache, vielleicht sogar ein Video drehe, dann möchte ich doch bitteschön das Produkt auch zur "Rezension" kostenfrei überlassen bekommen!
Aber ich habe auch ein paar Agenturen im Internet gefunden, die einen seriösen Eindruck zu machen scheinen und mich einfach mal dort angemeldet. Auch hier wird natürlich wie immer die ganze Palette von möglichen Vorlieben, Abneigungen, Hobbies und Interessen abgefragt, weil die Auftraggeber ganz unterschiedliche Anforderungen an die Tester stellen. So sollen vielleicht für einen bestimmten Wasserkocher nur Frauen und Männer im Alter von 35 - 55 in Frage kommen, für einen bestimmten Energydrink wiederum junge Leute von 18 - 25, die mindestens einmal in der Woche intensiv Sport treiben.
Wer also damit leben kann, derart gelagerte Fakten über sich preis zu geben, der kann sein Glück als Produkttester versuchen. Bei wem man sich bewerben kann, welche Agenturen einen guten Ruf haben und auch Datenschutz sehr ernst nehmen, das werde ich in einem der nächsten Beiträge erzählen.
Bis dahin sommerliche Grüße
Bine
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